Priesterjubiläum am 11.Sept.2004 im Feuerwehrhaus Gniebing | ||||||||
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Bericht aus der Gemeinde Zeitung: | ||||||||
Goldenes Priesterjubiläum von Konsistorialrat Karl Gölles, einem Gniebingbergler Es machte sich zunächst - auch bei den Geschwistern - einige Verwunderung breit, als Karl Gölles seinen Plan, in Gniebing sein Goldenes Priesterjubiläum feiern zu wollen, verlauten ließ. Wäre da die Pfarrkirche Feldbach, wo er vor 50 Jahren Primiz gefeiert hat, nicht der logischere Ort für diese Feier als das Feuerwehrhaus? Aber einem Jubilar soll man nichts ein- oder ausreden, wenn er von seiner eigenen Feier schon eine bestimmte Vorstellung hat. Auf Grund der Art und Weise und mit welchen Worten er mit Hilfe des Gemeindeamtes alle Gemeindebewohner dazu eingeladen hat, erschien der Ort des Geschehens dann doch wieder sehr plausibel; seine Beziehung zur Heimat ist noch so stark, dass er seine Dankbarkeit für eine schöne Kindheit im Elternhaus am Gniebingberg auf diese Weise zum Ausdruck bringen wollte. Nach dieser Feier am 11. Juli können alle, die dabei waren, mit Recht behaupten: Karl hat mit der Wahl des Ortes Recht behalten. (Dass die Verbindung mit der Pfarre Feldbach trotzdem vorhanden war, bewies ein Kurzbesuch von Dechant Leopold und die Sammlung bei der Gabenbereitung, die für die Pfarrkirche bestimmt wurde). Die Messe im Gniebinger Feuerwehrhaus wurde zu einer berührenden Feier, zu der die Menschen nicht nur aus der Heimatgemeinde, sondern auch aus anderen Orten zusammengeströmt waren. Sogar aus Leoben, wo Karl Gölles viele Jahre segensreich wirkte, sind Gäste gekommen. Dass aber die Feier im neuen Feuerwehrhaus von Gniebing stattfinden konnte, mussten viele fleißige Hände in Bewegung gesetzt werden, um Voraussetzungen zu schaffen, die in einer Kirche selbstverständlich schon gegeben sind. Vom Bürgermeister angefangen über die Gemeindesekretäre haben es sich viele Mitarbeiter zur Ehre gemacht, die Idee des Jubilars in eine Form zu gießen, und es war an den Vorbereitungsarbeiten zu merken, dass alle mit Freude und nicht ohne Stolz dabei waren, ohne dabei an irgendeine Abgeltung zu denken. Es war für alle eine Ehrensache. Ganz besonders hat sich die Feuerwehr der Sache angenommen und alle Voraussetzungen geschaffen, dass nicht nur die Messe würdig gefeiert werden konnte, sondern dass auch nachher der Hunger und Durst der Gäste ausreichend gestillt werden konnte. Ein zusätzliches Zelt vor dem Feuerwehrhaus gab nicht nur Schutz vor dem einmal kurzfristig einsetzenden Regen, sondern vor allem zusätzlichen Platz für die insgesamt ca. 400 Mitfeiernden. Dass die Technik einwandfrei funktionierte, hat sich u.a. Franz Laposa viel Verdienste erworben. Eine eigens angeforderte Anlage von und mit Herrn Zangl sorgte für einen ausgezeichneten Ton. Nach einem Musikstück, gespielt von den Jungsteirern, begrüßte Bürgermeister Ing. Franz Telser den Jubilar und alle Anwesenden, deren große Zahl die Verantwortlichen sehr freute. Zur Überraschung und zur Freude des Jubilars und aller Mitfeiernden waren ausser dem Bruder Josef, der die Predigt hielt, noch drei Priester als Konzelebranten anwesend: Msgr. Anton Stessl aus Edelsbach, Kanonikus Pfarrer Alois Hauptmann aus Riegersburg und der Pfarrer i.R. von Kirchberg, Geistl. Rat Alois Kremser. Alle wurden vom Herrn Bürgermeister aufs herzlichste begrüßt und willkommen geheißen. Anschließend eröffnete der Jubilar, so wie sein Bruder Josef bekleidet mit dem Messgewand des Mitteleuropäischen Katholikentages von Mariazell, den Gottesdienst und begründete nochmals seinen Entschluss, in der Heimatgemeinde sein Fest feiern zu wollen. Dabei gedachte er auch des Nachbarn und Weihekollegen, Pfarrer Hans Flasser, der schon vor 10 Jahren verstorben ist. Auch dem ältesten Bruder Franz, den der liebe Gott heuer am Faschingdienstag in die ewige Heimat gerufen hat, wurde ein besonderes Memento gewidmet. Mit einem aus tiefem Herzen ausgesprochenen Dank an alle hilfreichen Hände, aber besonders mit einem Dank an Gott, eröffnete Karl Gölles den Jubiläumsgottesdienst. Bruder Josef hob in seiner Predigt besonders die Gabe des Jubilars hervor, auf alle Menschen ohne Unterschied des Ansehens, der Religion oder der politischen Einstellung zugehen zu können, was in Leoben ganz besonders wichtig und segensreich war. Die Kapelle der Jungsteirer, in der auch einige junge Verwandte des Jubilars musizieren, begleitete die Messe musikalisch und unterhielt die Gäste auch nachher noch eine längere Zeit. Das gemütliche Beisammensein fand mit einer festlichen Stunde um ca. 14.30 Uhr ihren Abschluss. Sie wurde mit einem Klarinettenterzett eröffnet, bei dem Bürgermeister Ing. Franz Telser, Karl Saurugg und Gemeinderat Viktor Knittelfelder mit der Kleinen Nachtmusik von W.A.Mozart ihr Können unter Beweis stellten. Eine Rückschau auf die Primiz mit Hilfe von alten Fotos, computergerecht aufbereitet, ließen so manche staunen, wie sehr sich der Mensch in 50 Jahren verändern kann. Mit einem Gedicht machte Frau Thomas, die bekannte Heimatdichterin aus Gniebing, eine Rückschau auf das Leben von Karl Gölles; Frau Maria Kaufmann formulierte als Vertreterin der einstigen „Kranzldirndln“ ebenfalls in Versform Gedanken zum Jubilar und drückte ihre Glückwünsche aus. Die Übergabe von Geschenken von den einstigen „Primizmädchen“ und von der Gemeinde rundeten die gelungene Feier ab. Mit einer Chronik der Familie Gölles, in der ganz besonders auch des verstorbenen Bruders Franz gedacht wurde, beschloss Toni, der jüngste Bruder des Jubilars, die eindrucksvolle Feier. Dass die Einladung zum Goldenen Priesterjubiläum des Sprösslings der Heimatgemeinde, Karl Gölles, von der Bevölkerung freudig und dankbar angenommen wurde, bewies auch ein nicht zu kleiner „harter Kern“, der es sich nicht nehmen ließ, noch lange weiter zu feiern. Dr. Anton Gölles
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